"Nicht gesprochen bedeutet meist: nicht mitgemeint, nicht mitgedacht."
10.11.2007: Gerade, wenn Frauen in typischen Männerberufen arbeiten oder sich dorthin orientieren, ist es wichtig, dass sie auch sprachlich kenntlich gemacht werden.
Sprache und Denken sind nach der Auffassung von Dr. Pravda nicht von einander zu trennen, denn: Unsere Sprache vermittelt und prägt unsere kulturelle Identität und strukturiert unser Denken. In diesem Sinne ist eine Sprache, die Frauen ausschließt schlichtweg diskriminierend.
Aus der Genderperspektive untersuchte Dr. Pravda Unterrichtstexte für berufsbildende Fernlehrgänge. Analysiert wurden die Sprache und Bilder der Lernmaterialien sowie das in ihnen unausgesprochen transportierte Frauenbild. Das Ergebnis: Alle untersuchten Lehrgänge ignorieren durchgängig die Lernerinnen. An Männern orientierte Muster in Sprache, Inhalt und Didaktik schreiben eine unzeitgemäße Geschlechterhierarchie fort.
Deshalb hat Dr. Pravda Checklisten zur Vermeidung sexistischer Sprache, für geschlechtergerechte Inhalte und für eine gendersensible Didaktik entwickelt. Mehr dazu auf der Website: www.genderanalysen.de.
Quelle: Newsletter November 2007 von "ber-IT - Beratung, Berufsorientierung, Informationstechnologien für Frauen" zu beziehen hier: www.ber-it.de/newsletter-abo.html