Die zwölf Gebote der Datensicherung

19.11.2008: Checkliste: Die Mindestanforderungen an ein Backup-System

Die Notwendigkeit regelmäßiger Datensicherung ist bekannt. Analysen zeigen, dass oft grundlegende Punkte bei der Durchführung von Routineaufgaben und der Einrichtung von Datensicherungssystemen nicht beachtet werden. Die folgende Checkliste wurde von Crawford & Company erstellt.

Die zwölf Gebote der Datensicherung

1. Regelmäßigkeit Datensicherungen sollen in regelmäßigen Abständen erfolgen. Diese Abstände variieren je nach Anwendung. Eine monatliche Sicherung der Daten auf einem privaten PC kann durchaus ausreichend sein, während in Produktionsumgebungen meistens tägliche Sicherungen der Produktivdaten erforderlich sind. Sie erhöhen die Zuverlässigkeit der Wiederherstellung.

2. Aktualität Die Aktualität der Datensicherung ist abhängig von der Anzahl der Datenänderungen. Je öfter wichtige Daten verändert werden, desto häufiger sollten diese gesichert werden.

3. Verwahrung Datensicherungen von Unternehmen beinhalten unter anderem Firmengeheimnisse oder personenbezogene Daten und müssen vor unbefugtem Zugriff geschützt werden. Datensicherungen sollten räumlich getrennt von der EDV-Anlage gelagert werden. Die räumliche Entfernung der Datensicherung vom gesicherten Datenbestand sollte so groß sein, dass ein Schaden, der die EDV-Anlage heimsucht, den gesicherten Datenbestand nicht gefährdet. Dies ist bei festplattenbasierten Systemen meistens nicht der Fall.

4. Ständige Prüfung auf Vollständigkeit und Integrität Datensicherungen und Datensicherungsstrategien müssen regelmäßig überprüft und angepasst werden. Wurden die Daten wirklich vollständig gesichert (einer der Fehler in dem im Teil 9 beschriebenen Schadenfall)? Ist die eingesetzte Strategie konsistent? Erfolgte die Sicherung ohne Fehler?

/b]5. Regelmäßige Überprüfung auf Wiederherstellbarkeit Ein Rückspielen der Daten muss innerhalb eines festgelegten Zeitraums durchgeführt werden können. Hierzu muss die Vorgehensweise einer Wiederherstellung ausreichend dokumentiert sein, und die benötigten Ressourcen (Personal, Medien, Bandlaufwerke, Speicherplatz auf den Ziellaufwerken) müssen verfügbar sein.

6. Datensicherungen sollten automatisch erfolgen Manuelle Datensicherungen können durch menschliche Fehler beeinflusst werden.

7. Anfertigung von zwei Datensicherungen Die Anfertigung von zwei räumlich getrennten Datensicherungen eines Datenbestandes erhöht die Zuverlässigkeit der Datenwiederherstellung und minimiert die Auswirkungen plötzlich auftretender Ereignisse wie Feuer oder physikalische Zufälle.

8. Verwendung von Standards Die Verwendung von Standards macht die Datenwiederherstellung einfacher.

9. Datenkompression Datenkompression kann Speicherplatz sparen, hängt aber von der Komprimierfähigkeit der Daten ab. Ein Backup sollte aus Gründen der Datenintegrität und Wiederherstellbarkeit möglichst nicht komprimiert werden.

10. Zeitfenster Sicherungsvorgänge können eine lange Zeit zur Fertigstellung benötigen, dies kann in Produktionsumgebungen unter Umständen zu Problemen führen (Beeinträchtigung des Datentransfers, Zugriffsmöglichkeit). Eine Kompression könnte ebenfalls Einfluss auf die Dauer der Datensicherung haben. Der Zeitpunkt der jeweiligen Datensicherung sowie der Zustand des zu sichernden Systems sind daher klar zu definieren.

11. Sicherungskonzept und Systematik Man unterscheidet zwischen vollständiger, differenzieller, inkrementeller und der Großvater-Vater-Sohn Datensicherung. Welches Konzept das jeweils geeignete ist, muss von Fall zu Fall entschieden werden. (Einer der Fehler in dem im Teil 9 beschriebenen Schadenfall: Da systembedingt alle Folge-Sicherungen auf der gleichen fehlerhaften bzw. unvollständigen Sicherung basierten, war eine Rücksicherung und Wiederherstellung der Internetauftritte nicht möglich.)

12. Dokumentation des Datensicherungskonzeptes Bei der Datensicherung ist es sehr wichtig, eine gute Dokumentation zu führen. Diese regelt den Ablauf mit dem Vorgang der Datensicherung, die Archivierung, die Maßnahmen, welche zu treffen sind, und die Kompetenzen der Mitarbeiter. Grundsätzlich sollte eine Backup- und Restore-Dokumentation in verschiedene Teile unterteilt werden.

Quelle: www.gulp.de

Natürlich gelten einige dieser Regeln vor allem für (größere) Betriebe - dennoch - wer schon mal feststellen musste, dass der EINZIGE Speicherort sämtlicher Mailadressen das Adressbuch im PC ist - und dann vor dem Ausfall eben dieses PCs steht, wird sich ganz sicher (!) sicherer fühlen, zumindest hin und wieder eine "private" Datensicherung durchzuführen - oder auch als Freiberufler/in eine nicht private Sicherung der Firmendaten. Wenn Sie dabei Hilfe benötigen - Anruf genügt - auch DAFÜR ist FrauenComputerTraining Berlin Ihr kompetente Ansprechpartnerin!